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Gebrauchtwagen

 

Gebrauchtwagenkauf

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Beim Gebrauchtwagenkauf kann man viele Fehler machen. Das beginnt beim Preis und endet mit der richtigen Kfz-Versicherung.

Genügt Ihnen die obligatorische Haftpflichtversicherung oder möchten Sie einen optimalen und doch preiswerten Versicherungsschutz?

Das kann eine Teil- oder Vollkaskoversicherung sein, vielleicht in Verbindung mit einer Insassenunfall- oder einer Rechtsschutzversicherung!

 

Schritt Eins: Der erste Eindruck

Der erste Eindruck zählt – diese Regel gilt auch für Gebrauchtwagen. Beim Händler finden Sie Wagen, die innen und außen aufbereitet sind.

Dennoch:

  • Schauen Sie sich in Ruhe den Wagen außen und innen sorgfältig an.
  • Setzen Sie sich auf den Fahrersitz, stellen Sie ihn auf Ihre Sitzposition ein und gewinnen Sie ein Gefühl für das Auto.
  • Starten Sie den Motor, probieren Sie die Fahrzeugsysteme aus. Fällt dieser erste Check zufriedenstellend aus, dann geht’s weiter…
 

Schritt Zwei: Die Fakten

Im zweiten Schritt kontrollieren Sie die Fakten zum Gebrauchtwagen:

  • Wie viele Vorbesitzer gab es? 
  • Kontrollieren Sie das Scheckheft.
  • Stimmen Tacho-Anzeige mit den Scheckheft-Daten überein?
  • Gab es Reparaturen und liegen dazu die Rechnungen vor?
  • Ist der Wagen unfallfrei?
  • Wann ist die nächste Hauptuntersuchung?
  • Ein kurzer Check, ob Verbandskasten, Werkzeug-Set, Warndreieck und Verbandskasten zum Wagen gehören, rundet diesen zweiten Schritt ab.
 

Schritt Drei: Der zweite Blick auf den Gebrauchtwagen

Der Wagen ist für Sie weiterhin interessant? Dann sollten Sie den Wagen vielleicht von einer zweiten Person mit „Autoverstand“ gegenchecken lassen.

Hier typische Merkmale eines Risikowagens:

  • Schiefe Karosseriefugen sind Hinweise für einen schlecht reparierten Unfallschaden.
  • Unterschiedliche Lackfarben weisen ebenfalls auf einen Unfall mit Schnelllackierung hin.
  • Wellige Karosseriekanten können durch Spachtelmasse verursacht sein. Ein kleiner Test mit einem Magneten zeigt, ob Metall oder Spachtel unter dem Lack sind.

Achten Sie zudem auf folgendes:

  • Verliert der Wagen Öl? Kontrollieren Sie den Motorraum und wenn möglich den Unterboden. Wie sieht der Öleinfüllstutzen aus? Hat er Ablagerungen oder Verkrustungen?
  • Wie sind die Flüssigkeitsstände (Wasser, Öl, Servo)?
 

Schritt Vier: Die Probefahrt – ein absolutes Muss

Niemand kauft die Katze im Sack – eine Probefahrt als vierten Schritt ist für Ihre Kaufentscheidung deshalb absolut zu empfehlen. Nehmen Sie sich dabei Zeit und testen Sie den Wagen in unterschiedlichen Fahrsituationen (innerstädtisch, Bundesstraße, evtl. Autobahn).

Alles soweit in Ordnung? Dann verhandeln und entscheiden Sie!

 

Schritt Fünf: Verhandeln und entscheiden

Einen Gebrauchtwagen zu kaufen ist nicht nur eine rationale Entscheidung – hier spielen Emotionen natürlich auch eine Rolle.

Also kühlen Kopf bewahren für die Preisverhandlung:

  • Zahlen Sie bar! Für den Händler ist eine Barzahlung optimal – Geld gegen Ware! Das gibt Ihnen Verhandlungsspielraum!
  • Verhandeln Sie! Der Händlerpreis ist nur eine Preisvorstellung. Nennen Sie ihm deshalb Ihren Preis.
  • Seien Sie flexibel! Wenn Sie merken, der Händler hat sein Preislimit erreicht, dann schlagen Sie Extras vor. Das kann eine kostenlose erste Inspektion sein oder ein Satz Winterreifen.
 

Schritt Sechs: Die richtige Versicherung für den Gebrauchtwagen

Ohne Kfz-Versicherung können Sie den Wagen nicht zulassen. Die Haftpflichtversicherung ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Sie bietet allerdings nur einen Minimal-Schutz. Das kann bei einem Unfall schnell teuer für Sie werden! Eine so genannte Teil- oder Vollkaskoversicherung schützt Sie und Ihren Wagen vor teuren Überraschungen bei einem Unfall.

 

Gut versichert heißt sicher fahren!

Ihre Entscheidung ist gefallen. Jetzt müssen Sie nur noch den Kaufvertrag abschließen – und die richtige Kfz-Versicherung wählen. Denn ohne den Nachweis zumindest einer Haftpflichtversicherung können Sie kein Kraftfahrzeug in Deutschland anmelden.

 

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