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Übersicht

 

„Sturmtief richtet Millionenschaden an“ oder „Regenmassen überfluten Stadtteile“ ...

Ob Gewitter mit heftigen Niederschlägen und Sturmböen, Orkane, Glatteisregen oder Hagelschlag, Unwetter mit extremen Wettererscheinungen richten jährlich Schäden in Millionenhöhe an.

 

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  • Lokale Starkregen setzen ganze Straßenzüge unter Wasser und verursachen durch Rückstau in der Kanalisation erhebliche Schäden an Gebäuden und Hausrat.
  • Aber nicht immer tragen Unwetter die Schuld an sog. Elementarschäden, auch lang anhaltender Regen und Schneeschmelze können Gewässer über ihre Ufer treten lassen und zu großflächigen Überschwemmungen führen.
  • Kräftige Stürme, die in unseren Breitengraden nicht einmal ungewöhnlich sind, verursachen mit orkanartigen Böen vor allem in den Wintermonaten erhebliche Sachschäden.
  • Zumeist sind die Schäden aufgrund abgeknickter Bäume, zerstörter Dächer, beschädigter Fahrzeuge, umgestürzter Bauzäune und Stromleitungen lokal begrenzt.

Infoblatt Elementargefahren als PDF herunterladen


Für weiter Informationen wählen Sie bitte einen der folgenden Punkte:

Rückstaugefahr Rückstauschutz Hochwasser Umweltschutz Sturm Unwetterfrühwarnung Selber schützen
 

Überschwemmungsgefahr "Rückstau"

 

Wie kommt es zum Rückstau?

Plötzliche wolkenbruchartige Niederschläge können zu Überschwemmungen führen, wenn die Kanalisation die großen Wassermengen nicht schnell genug und vollständig aufnehmen kann. Es entsteht ein Rückstau, d. h. das Wasser steigt in den Kanälen bis zur Straßenoberfläche, der sog. Rückstauebene.

  • Die Folge ist, dass das Wasser über Entwässerungsleitungen in tiefer liegende Gebäudeteile, z. B. Kellerräume, eindringen und zu Überschwemmungen führen kann.

  • Um dies zu verhindern, müssen Sie alle Abläufe von Waschbecken, WC-Anlagen, Waschmaschinen etc. gegen Wasseraustritt schützen.

 

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1. Kanal
2. Speicher
3. Filter
4. Regenwasserpumpanlage
5. Kellerablauf
6. Revisionsöffnung
7. Waschbecken
8. Straßenablauf

Schützen Sie sich vor Überschwemmungen! Rückstausicherungen verhindern das Eindringen von Abwasser.

Ursache für den Rückstau ist, dass öffentliche Abwasserkanäle aus wirtschaftlichen Gründen nicht so groß dimensioniert werden können, dass sie jeden Starkregen problemlos ableiten können.

  • Folglich muss bei Starkregen mit Rückstau gerechnet werden!

  • Auch Rohrbrüche, Verstopfungen oder Absperrungen aufgrund von Reparaturarbeiten können im Kanal zum Rückstau führen. 

 

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Schutz vor Rückstauschäden

Es gibt verschiedene Arten von Rückstausicherungen (Rückstauklappen, Hebeanlagen), deren Einbau von sehr unterschiedlichen Faktoren abhängt:

  • Werden tiefer liegende Räume ständig oder nur vorübergehend genutzt?

  • Welche Ablaufstellen können vom Rückstau betroffen sein (z. B. Bäder, Toiletten, Waschmaschine)?

  • Ist die Abwasserentsorgung während des Rückstaus in diesen Räumen erforderlich?
  • Welche Art von Abwasser muss abgeleitet werden (z. B. Schmutz- oder Regenwasser)?

 

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Rückstauklappen

  • Hat die Ablaufstelle ein Gefälle zum öffentlichen Kanal, können automatische Rückstausicherungen eingesetzt werden, die bei Rückstau selbsttätig schließen.
  • Zwei unabhängige Rückstauklappen, eine motorbetriebene und eine handbetriebene als Notverschluss, sorgen für die erforderliche Sicherheit im Fall eines Rückstaus.
  • Rückstauklappen machen nur Sinn, wenn während der Rückstauzeit auf die Nutzung der Ablaufstelle (z. B. sanitäre Anlage) verzichtet werden kann.

 

  • Kommunen haften grundsätzlich nicht für Schäden durch Rückstau.

  • Maßgebend ist meist die Entwässerungssatzung der Kommune.

  • Als Grundstückseigentümer sind Sie deshalb verpflichtet, geeignete Vorkehrungen gegen Rückstauschäden zu treffen.

 

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Hebeanlagen

 

Was jedoch, wenn Sie in einer Souterrainwohnung leben, die Waschküche oder den Heizungsraum nutzen müssen?

Hier schützen Hebeanlagen gegen Rückstau, die das anfallende Abwasser über die Rückstauebene in den Abwasserkanalpumpen.

 

  • Besonders wichtig ist der richtige Einbauort der Rückstausicherung. Nur Ablaufstellen, die unterhalb der Rückstauebene liegen, müssen gesichert werden.

  • Eine Rückstausicherung, die die gesamte Hausentwässerung absperrt (z. B. im Kontrollschacht), kann fatale Folgen haben. Ziehen Sie deshalb unbedingt vor dem Einbau einer Rückstausicherung einen Sanitärfachbetrieb zu Rate.

 

Prüfen Sie Rückstauverschlüsse und Hebeanlagen in regelmäßigen Abständen auf ihre Funktion! Nur eine einwandfrei funktionierende Rückstautechnik kann wirksam vor Überschwemmungen schützen.

Denken Sie dran

Von Überschwemmungen müssen nicht nur Kellerräume betroffen sein. Heftige Niederschläge können auch Garagenabfahrten oder tiefer liegende Hof- und Terrassenflächen überfluten. Schließen Sie deshalb auch Entwässerungsrinnen mit in den Rückstauschutz ein. Mit dem Entsiegeln befestigter Wege und Zufahrten können Sie die Versickerung von Oberflächenwasser fördern.

 

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Hochwasser

Überschwemmungen aufgrund von Hochwasser

Hochwasser gehören zu den seltenen Naturereignissen, die aufgrund von lang anhaltenden starken Niederschlägen oder Schneeschmelze entstehen. Auch wenn der Hochwasserschutz in der Verantwortung staatlicher und kommunaler Stellen liegt, die private Schadenvorsorge liegt in Ihrer Hand. So kann sich eine angepasste Nutzung der Kellerräume in überschwemmungsgefährdeten Gebieten für Sie schadenmindernd auswirken.

 

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- Ist das Gebäude überschwemmungsgefährdet, sollten Sie die komplette Haustechnik oberhalb des Hochwassergefahrenbereichs planen und möglichst auf hochwertig ausgebaute Wohn- und Nutzräume verzichten.

- Schwellen oder Aufkantungen bieten bei besonderen Wetterlagen keinen ausreichenden Schutz vor einflutendem Oberflächenwasser.

Denken Sie bei der Planung Ihres Hauses frühzeitig an geeignete Präventionsmaßnahmen.

 

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Umweltschutz

 

Lagerung von Heizöl

Wassergefährdende Stoffe wie Heizöl stellen bei Hochwasser ein besonderes Risiko für die Umwelt dar. Die Lagerung wassergefährdender Stoffe unterliegt deshalb in Überschwemmungsgebieten besonderen gesetzlichen Anforderungen.

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  • Das Eindringen von Wasser durch Entlüftungs- und Befüllöffnungen, Beschädigungen des Tanks durch Aufschwimmen oder Wasserdruck oder Abreißen von Anschlussleitungen müssen unbedingt vermieden werden.

  • Am sichersten sind Tankanlagen, die oberhalb des möglichen Hochwassers gelagert werden können.

 

Wichtige Informationen zur Lagerung von Heizöl in hochwassergefährdeten Gebieten erhalten Sie bei Ihrem Fachbetrieb!

 

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Sturm - eine Gefahr für Ihr Gebäude


Stürme zählen zu den unabwendbaren Naturereignissen. Mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h richten Stürme auch in Deutschland verheerende Schäden an.

 

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- Abgedeckte Dächer, umgestürzte Bäume, beschädigte Autos oder umgerissene Baugerüste gehören zu den typischen Sturmschäden.

- Nicht selten kommen Personen durch herabstürzende Dachziegel zu Schaden.

- Insbesondere im Spätherbst und Winter, wenn die Temperaturschwankungen am größten sind, ist auch die Sturmintensität am stärksten.

- Die häufigsten Sturmereignisse in Deutschland sind jedoch regionale Starkwinde, wie Gewitter- und Hagelstürme, die zu hohen Schäden führen können.


Achtung: Stürme können auch in Deutschland Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h erreichen.

Sturmschäden an Dächern

Gebäude in exponierter Lage oder mit unregelmäßigen Formen sind besonderen Windbelastungen ausgesetzt. Besonders sturmgefährdet sind die Dächer. Durch vorbeugende Maßnahmen und richtige Vorkehrungen können Sie selbst dafür sorgen, dass Schäden vermieden werden oder sich im Rahmen halten.

 

Achten Sie deshalb auf:

  • fehlende oder beschädigte Dachziegel oder Dachplatten sowie Verankerungen

  • Um dies zu verhindern, müssen Sie alle Abläufe von Waschbecken, WC-Anlagen, Waschmaschinen etc. gegen Wasseraustritt schützen.

  • aus der Verankerung gerissene Antennenanlagen und Blitzableiter

  • fehlende oder beschädigte Dachrandeinfassung

 

  • Lassen Sie in regelmäßigen Abständen einen Dach-Check von Meisterhand durchführen. Versteckte Schäden durch Frost und Sturm, die Sie als Laie nicht ohne Weiteres erkennen können, werden von einem Fachbetrieb rechtzeitig erkannt und repariert.

  • Auch die auf Ihrem Grundstück stehenden Bäume sollten in angemessenen zeitlichen Abständen einer Sichtprüfung unterzogen werden. Nur gesunde Bäume können einem Sturm standhalten.
  • Schließen Sie bei aufkommendem Sturm Fenster, Türen, Dachfenster und Lichtkuppeln und rollen Sie die Markisen auf.

  • Denken Sie auch daran, Gegenstände im Freien, wie z. B. Gartenmöbel und Sonnenschirme, wegzuräumen oder zu fixieren!

 

Nicht vergessen: Ein regelmäßiger Dach-Check schützt Ihr Haus vor Sturmschäden.


Unwetter können nicht verhindert werden.

 

Sie selbst können jedoch dazu beitragen, die Schäden an Gebäuden und Anlagen zu verringern. Durch Ihren persönlichen Einsatz lassen sich sehr viele typische Unwetterschäden vermeiden!

 

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Unwetterfrühwarnung "W I N D"

 

Moderne Medien ermöglichen frühzeitige Warnungen

Seit einigen Jahren werden die Folgen der Klimaveränderung als Ursachen für die vermehrt auftretenden Unwetter und Extremhochwasser diskutiert. Angesichts dieser Entwicklung sollte verstärkt auf vorbeugende Maßnahmen gesetzt werden. Als hilfreich erweisen sich moderne Medien wie Internet und Unwetterfrühwarnsysteme.

 

Durch die individuelle Zustellung der „WIND“-Unwetterwarnungen (Weather Information On Demand) und zusätzliche Informationsangebote der Unwetterzentrale im Internet haben Sie die Möglichkeit, sich frühzeitig und umfassend über ein nahendes Unwetter zu informieren und vorbeugende Maßnahmen zu treffen.

Das Unwetterfrühwarnsystem „WIND“ entstand durch die enge Zusammenarbeit von meteomedia, dem Fraunhofer-Institut für Software und Systemtechnik und den öffentlichen Versicherern.

 

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Wie Sie sich selber schützen können

 

Gegen welche Risiken können Sie sich versichern?

Durch den Einschluss von Elementarbausteinen in die Wohngebäude- und Hausratversicherung können Sie sich als Hausbesitzer oder Mieter finanziell gegen Schäden durch Unwetter und Naturgewalten schützen.

In unseren Provinzial-Geschäftsstellen und Sparkassen werden Sie umfassend beraten.

 

  • Versichert sind unter anderem Schäden durch Überschwemmungen, Rückstau und Schneedruck.

  • Aber auch Gefahren wie Erdbeben oder Lawinen sind in den Versicherungsschutz eingeschlossen.

  • In der Wohngebäudeversicherung bereits enthalten ist ein umfassender Versicherungsschutz gegen Sturmschäden.

  • Versichert sind auch Schäden, die durch den Sturm unmittelbar entstanden sind, sowie Schäden am Gebäude, verursacht durch umgestürzte Bäume.

  • Teil- und Vollkaskoversicherung kommen für Schäden auf, die Sturm, Hagel oder Blitzschlag am Auto hinterlassen haben.

  • zurück zu Sturm
 

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