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Provinzial NordWest Konzern erfolgreich gestartet

 

Provinzial NordWest Konzern erfolgreich gestartet
 

 
  • Zusammenführung planmäßig umgesetzt
     
  • Wettbewerbsvorteil Regionalität bleibt erhalten
  • Mit einer Beitragseinnahme von 3,1 Mrd. zweitgrößter öffentlicher Versicherer
  • Außergewöhnlich gutes Konzernergebnis
     

Münster.
 

"Im ersten Jahr seines Bestehens hat der Provinzial NordWest Konzern mit einem Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 147,5 (64,6) Mio. ein außergewöhnlich gutes Gesamtergebnis erzielt", berichtete Dr. Heiko Winkler, Vorstandsvorsitzender, anlässlich der Bilanz- Pressekonferenz des Konzerns am 21. Juni 2006 in Münster. Der mit einer Gesamtbeitragseinnahme von 3,1 Mrd. zweitgrößte öffentliche Versicherer, der zum 1.1.2005 aus der Zusammenführung der Westfälischen Provinzial und der Provinzial Nord entstanden ist, kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2005 zurückblicken.
 

Regionale Verankerung sichert Präsenz vor Ort
 

Unter dem Dach einer gemeinsamen Steuerungsholding, der Provinzial NordWest Holding AG mit Sitz in Münster, agieren zwei rechtlich selbstständige Schaden- und Unfallversicherer die Westfälische Provinzial Versicherung AG und die Provinzial Nord Brandkasse AG sowie ein gemeinsamer Lebensversicherer, die Provinzial NordWest Lebensversicherung AG. Diese ist aus der Verschmelzung der Westfälischen Provinzial Lebensversicherung AG auf die Provinzial Nord Lebensversicherung AG hervorgegangen.
 

Bestandteil des Konzerns ist auch die Hamburger Feuerkasse AG, die gemeinsam mit ihrer Muttergesellschaft, der Provinzial Nord Brandkasse, den Hamburger Versicherungsmarkt bearbeitet. Durch Konzentration auf die jeweiligen Geschäftsgebiete im Norden Deutschlands und in Westfalen bleibt der Wettbewerbsvorteil Regionalität erhalten. Werte wie Kundennähe und die enge wirtschaftliche und gesellschaftliche Bindung an die Region sind wichtige Eckpfeiler des Nord- West Konzerns.
 

Kostenstrukturen weiter optimieren
 

Wichtige Querschnittsfunktionen wie IT, Asset Management, Bilanzierung, Recht und Revision sind unter dem Dach der gemeinsamen Steuerungsholding gebündelt, so dass sich Strukturen verschlanken und Kosten senken lassen. "Von diesen Einsparungen profitieren unsere Kunden, ohne dass sie dabei auf den gewohnten Service vor Ort verzichten müssen. Langfristig wird damit die Ertragskraft und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Münster und Kiel gestärkt", erläuterte Dr. Heiko Winkler.
 

Beitragsentwicklung in der Schaden- und Unfallversicherung

Die Konzern-Gesamtbeitragseinnahmen in der Schaden- und Unfallversicherung beliefen sich auf rund 1,66 (1,67) Mrd.. Im selbst abgeschlossenen Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft wurden die Beitragseinnahmen um 0,1 % auf 1.568,9 Mio. gesteigert. Wettbewerbsbedingten Beitragsverlusten in der Kraftfahrtversicherung und im industriellen Geschäft standen steigende Beitragseinnahmen in der Verbundenen Gebäudeversicherung und der Haftpflichtversicherung gegenüber. Im selbst abgeschlossenen Geschäft der Provinzial Nord Brandkasse AG beeinflussten zudem sanierungsbedingte Abgänge die Beitragsentwicklung des Konzerns.
 

Verbessertes versicherungstechnisches Ergebnis aufgrund günstiger Schadenentwicklung

In der Schaden- und Unfallversicherung stellte sich die Schadensituation insbesondere in den Geschäftsgebieten Westfalen und Hamburg deutlich besser dar als im Vorjahr. Bei unterschiedlichen Entwicklungen in den Konzernunternehmen verringerten sich die Bruttoschadenaufwendungen um 7,3 % auf 1.055,1 Mio.. Die bilanzielle Bruttoschadenquote ging auf 63,6 (68,3) % zurück. Aufgrund des erfreulichen Schadenverlaufs und der damit verbundenen Senkung der Schaden- Kostenquote auf 89,2 (93,5) % konnte ein versicherungstechnisches Nettoergebnis von 49,6 (4,7)Mio. erwirtschaftet werden.
 

Westfälische Provinzial behauptet Spitzenposition

Als starke Säule im NordWest Konzern erwies sich die Westfälische Provinzial Versicherung AG,deren Geschäftsjahr 2005 außerordentlich erfolgreich verlief. Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen stiegen um 1,8 % auf 977,8 Mio. und damit stärker im Markt.

Bei stabilen Beitragseinnahmenim Privatkundengeschäft stammte das Wachstum des Geschäftsjahres 2005 vor allem aus dem Firmenkundengeschäft, auf das inzwischen rund 45 % der Beitragseinnahmen entfallen. In der Verbundenen Gebäudeversicherung konnten die Beitragseinnahmen mit 7,6 % kräftig gesteigert werden, ein im Hinblick auf den bereits hohen Marktanteil von über 40 % bemerkenswerter Erfolg. Stark gestiegene Umstufungen in günstigere Schadenfreiheits- und Typklassen und ein sich weiterverschärfender Preiswettbewerb prägten die Beitragsentwicklung in der Kraftfahrtversicherung.
 

Hier verringerten sich die Beitragseinnahmen in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung um 3,8 %, in der sonstigen Kraftfahrtversicherung um 0,8 %. Diesem Rückgang standen deutlich gestiegene Beitragseinnahmen in der Haftpflichtversicherung von 6,4 % und in der Allgemeinen Unfallversicherung von 5,1 % gegenüber. Aufgrund des außergewöhnlich niedrigen Niveaus der Bruttoschadenaufwendungen infolge geringerer Belastungen aus Sturm- und Großschäden sank die bilanzielle Bruttoschadenquote um 8,8 %auf 60,4 %, so dass die Combined Ratio (Schaden-Kostenquote) insgesamt auf 85,1 (93,3) % verringert werden konnte. Insgesamt erzielte die Westfälische Provinzial ein Jahresergebnis vor Gewinnabführungund Steuern in Höhe von 101,1 (97,7) Mio..
 

Guter Start für den gemeinsamen Lebensversicherer
 

Das Geschäftsjahr 2005 war auch für die Provinzial NordWest Lebensversicherung AG ein erfolgreiches erstes Jahr. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 0,7 % auf 1,431 (1,421) Mrd.. Dabei waren die Kostenquoten im Markt ebenso konkurrenzfähig wie die Höhe der Überschussbeteiligung. So konnte sich der Lebensversicherer mit einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten Verwaltungskostenquote von 2,3 % deutlich besser als der Markt positionieren. Die grundlegende Neuordnung der Besteuerung von Lebensversicherungen hatte Ende des Jahres 2004 im gesamten Markt zu einem außergewöhnlichen Anstieg des Neugeschäftes geführt.

Angesichts dieser Vorzieheffekte ging das Neugeschäft 2005 der Provinzial NordWest Lebensversicherung AG erwartungsgemäß in der Zahl der Abschlüsse (- 40,7 %) und im Neubeitrag (- 45,3%) zurück. Zuwächse erzielte 2005 aber vor allem das Riester-Geschäft. Hier konnte die Zahl der Neuverträge um 547,9 % auf knapp 19.000 Verträge gesteigert werden. Im aktuellen Geschäftsjahr 2006 zog das Neugeschäft wieder deutlich an. Hier zeichnet sich neben einem Anstieg der betrieblichen Renten- ein starker Trend zur privaten Rentenversicherung ab.

Zunehmend in den Fokus gerät darüber hinaus das Risiko der Pflegebedürftigkeit im Alter. Die Provinzial führt daher im August 2006 eine neue Pflegerentenversicherung ein. "Dieses neue Produkt bietet die Möglichkeit, mit der privaten Vorsorge auch die Deckungslücke der gesetzlichen Pflegeversicherung abzudecken", erläuterte Roland Reime, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Provinzial NordWest Holding.
 

Weichen für die Zukunft sind gestellt
 

Eine wichtige Weichenstellung für den Provinzial NordWest Konzern ist die Zusammenarbeit mit der Stuttgarter SV SparkassenVersicherung. Nach ersten Vorgesprächen 2005 und einer intensiven Prüfung stimmten die Aufsichtsräte beider Unternehmensgruppen im Frühjahr diesen Jahres einer umfassenden Kooperation in den Bereichen IT und Asset Management grundsätzlich zu. Ziel dieser Kooperation ist es, betriebswirtschaftliche Optimierungspotentiale zu realisieren und die Position beider Unternehmen im Konsolidierungsprozess der öffentlichen Versicherer langfristig zu sichern und weiter auszubauen.
 

Mit der geplanten gemeinsamen IT-Gesellschaft, an der die Provinzial NordWest mit 49 % und die SV SparkassenVersicherung mit 51 % beteiligt ist, wird eine einheitliche Anwendungslandschaft geschaffen. Juristischer Sitz ist Mannheim, die Entwicklungsarbeiten werden standortübergreifend in Münster, Kiel, Stuttgart, Mannheim und Wiesbaden weitergeführt. Neben der gemeinsamen Anwendungsentwicklung sollen zukünftig auch die Rechenzentrumsaktivitäten der Provinzial NordWest in Münster und Kiel in die Gesellschaft für angewandte Versicherungsinformatik mbH (GaVI) integriert werden.

Die GaVI wurde als gemeinsamer Dienstleister der SV SparkassenVersicherung und der Versicherungskammer Bayern 2002 gegründet. Die Versicherungskammer Bayern wird weiterhin 54 % der Anteile halten, die SV SparkassenVersicherung und die Provinzial NordWest werden mit jeweils 23 Prozent an der GaVI beteiligt sein. Münster und Kiel bleiben Produktionsstandorte des neuen Dienstleisters. Zur Bündelung des Know-hows im Bereich der Kapitalanlagen wird eine gemeinsame Asset Management-Gesellschaft gegründet, in der das Wissen und die Kapitalanlagen beider Konzerne gebündelt werden.
 

Diese Gesellschaft ist mit insgesamt 33 Mrd. der größte Asset Manager im Bereich der öffentlichen Versicherer und gehört zu den Top 10 im deutschen Versicherungsmarkt. Sitz der neuen Gesellschaft, an der die Provinzial NordWest mit 51% und die SV SparkassenVersicherung mit 49 % beteiligt sind, ist Münster. Dr. Heiko Winkler betonte abschließend: "Wir arbeiten mit hohem Engagement daran, Prozesse und Kostenstrukturen im Konzernverbund der Provinzial NordWest und in Kooperation mit der SV SparkassenVersicherung zu optimieren. Zugleich sichern wir uns die Vorteile der Regionalität und der traditionellen Nähe zu unseren Kunden."


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