Zufriedenstellendes Geschäftsjahr für die Provinzial NordWest |
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- Marktüberdurchschnittlicher Zuwachs in der Schaden- und Unfallversicherung
- Westfälische Provinzial als wichtige Ertragsstütze des Konzerns
- Provinzial Nord Brandkasse auf solidem Kurs
- Gutes Neugeschäft in der Lebensversicherung
- Rückgang des Konzernüberschusses durch Kapitalmarktkrise
Münster. Die Provinzial NordWest Versicherungsgruppe, die Nummer 15 unter den Versicherern in Deutschland, blickt trotz der schwierigen Rahmenbedingungen als Folge der Finanzmarktkrise auf ein insgesamt zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2008 zurück. "Durch ein sehr gutes Ergebnis im Kerngeschäft der Schaden- und Unfallversicherung, die Erfolge einer frühzeitigen Aktiensicherung und die Realisierung von Bewertungsreserven gehören wir zu den Unternehmen, die trotz der massiven Finanzkrise einen positiven zweistelligen Millionenüberschuss erwirtschaftet haben", erläuterte Ulrich Rüther, Vorstandsvorsitzender des Provinzial NordWest Versicherungskonzerns, anlässlich der Bilanzpressekonferenz am 16. Juni 2009 in Münster.
Stabile Beitragsentwicklung
Insgesamt bewegten sich die Beitragseinnahmen des Provinzial NordWest Konzerns auf Vorjahresniveau (-0,3% auf 2.915,3 Mio. Euro). Während im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft des Konzerns die Beitragseinnahmen um 0,6% auf 1.572,2 Mio. Euro und damit stärker als der Marktdurchschnitt (+ 0,2%) stiegen, gingen die Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung um 1,3% auf 1.343,1 Mio. Euro zurück. Obwohl der Lebensversicherer im vergangenen Geschäftsjahr ein sehr erfreuliches, über dem Marktdurchschnitt liegendes Neugeschäft erzielte, konnte dies die hohen planmäßigen Vertragsabläufe bzw. Abläufe der Beitragszahlung nicht vollständig kompensieren.
Westfälische Provinzial wächst über Marktdurchschnitt
Die Westfälische Provinzial Versicherung AG präsentierte sich auch im vergangenen Geschäftsjahr substanz- und ertragsstark und trug maßgeblich zum positiven Konzernergebnis bei. Die gebuchten Bruttobeiträge konnten um 1,4% auf 998,3 Mio. Euro und damit erneut über dem Marktdurchschnitt (+0,2%) gesteigert werden. Mit einer hervorragenden Combined Ratio (Schaden-Kosten-Quote) von 90,8 (110,2)% wurde ein deutlich marktüberdurchschnittliches versicherungstechnisches Ergebnis erzielt. Die Finanzmarktkrise führte zwar zu einem Rückgang der Bewertungsreserven in den Kapitalanlagen, die Belastungen konnten jedoch durch die starke Reserveposition aufgefangen werden. Insgesamt stieg das Jahresergebnis nach Steuern und vor Gewinnabführung bei der Westfälischen Provinzial auf 89,7 (76,2) Mio. Euro. Die Westfälische Provinzial Versicherung AG ist damit auch im Jahr 2008 verlässliches Rückgrat des Provinzial NordWest Konzerns in Zeiten der Finanzmarktkrise.
Provinzial Nord Brandkasse mit positivem Jahresergebnis
Der Beitragsrückgang bei der Provinzial Nord Brandkasse AG hat sich nach den planmäßigen und konsequenten Bestandssanierungen der Vorjahre weiter verlangsamt. Die Beitragseinnahmen verringerten sich um 1,9 (- 5,6)% auf 429,9 Mio. Euro. Der Rückgang resultierte maßgeblich aus der Kraftfahrtversicherung. Die sanierungsbedingte Portfoliobereinigung ist damit abgeschlossen. Die Combined Ratio (Schaden-/Kostenquote) bewegte sich mit erfreulichen 95,5% auf Marktniveau. Als Erfolg der Sanierungsbemühungen erzielte die Provinzial Nord Brandkasse AG erneut ein positives Jahresergebnis mit einem Jahresüberschuss nach Steuern von 2,9 (1,6) Mio. Euro. Besonders erfreulich: Die Substanz des Unternehmens wurde gleichzeitig durch die Ausstattung mit Sicherheitsmitteln in Form von versicherungstechnischen Rückstellungen und der Ausstattung mit Eigenkapital weiter verbessert. Die Sicherheitsmittelausstattung erreichte trotz der Sanierungsphase das höchste Niveau der Unternehmensgeschichte. Auch bei der Provinzial Nord Brandkasse führte die Finanzmarktkrise zu einem deutlichen Rückgang der Bewertungsreserven.
Die Hamburger Feuerkasse Versicherungs-AG konnte die Beitragseinnahmen im selbst abgeschlossenen Geschäft um 2,4% auf 100,3 Mio. Euro steigern und ein insgesamt knapp positives Jahresergebnis erwirtschaften.
Gutes Neugeschäft in der Lebensversicherung
Die Provinzial NordWest Lebensversicherung AG hat im vergangenen Geschäftsjahr ihre Marktposition als bedeutender deutscher Lebensversicherer erfolgreich behauptet. Dies belegt ein deutlich über dem Marktdurchschnitt gestiegener Neubeitrag und eine mit 4,4% weiterhin unter dem Marktdurchschnitt (5,5%) liegende Stornoquote. Letztere ist ein wichtiger Messfaktor für die Verkaufs- und Produktqualität eines Versicherers. Insgesamt wurde der Neubeitrag um 13,8% auf 275,6 Mio. Euro gesteigert. Das Neubeitragswachstum von 5,1% im Markt konnte damit deutlich übertroffen werden.
Sowohl bei den Verträgen gegen laufende Beitragszahlung als auch gegen Einmalbeitrag wurde das höchste Neubeitragsniveau seit der Gründung der Provinzial NordWest Lebensversicherung AG im Jahr 2005 erreicht. So stiegen der laufende Neubeitrag in 2008 um 22,1% auf 95,4 Mio. Euro, die Einmalbeiträge um 9,9% auf 180,2 Mio. Euro. Deutliche Zuwächse waren bei den Rentenversicherungen sowie bei der BasisRente (Rürup Rente) zu verzeichnen. Das Riester-Geschäft mit einem Neubeitragswachstum von 59,6% profitierte von den Mehrbeiträgen aus der dritten und damit letzten Riester-Stufe.
Bei den Rentenversicherungen bietet die Provinzial NordWest ihren Kunden eine Besonderheit, die Anfang des Jahres mit dem Goldenen Bullen für das innovativste Versicherungsprodukt 2009 ausgezeichnet wurde: Eine beitragsfreie Pflegefallabsicherung erhöht die Altersrente bei Pflegebedürftigkeit (bereits ab Pflegestufe I ) und sichert den damit verbundenen höheren Finanzbedarf ab. Sie kann mit einer klassischen oder fondsgebundenen Rentenversicherung sowie der Riester- oder Rürup-Rente kombiniert werden.
Rückgang des Konzern-Kapitalanlageergebnisses
Als Folge der Finanzmarktkrise verringerte sich das Kapitalanlageergebnis des Provinzial NordWest Konzerns gegenüber dem Vorjahr auf 372,9 (952,5) Mio. Euro. Die Ursache für diesen deutlichen Rückgang liegt vor allem in den als Folge der Finanzmarktkrise vorzunehmenden Abschreibungen, hauptsächlich auf Inhaberpapiere und auf Wertpapierfonds. Während die Nettoverzinsung – auch aufgrund der vorsichtigen und selektiven Anwendung der Bilanzierungshilfen nach § 341 b HGB – deutlich auf 1,8 (4,7)% zurückging, sank die laufende Durchschnittsverzinsung der Kapitalanlagen nur leicht auf 4,9 (5,5)%. Letztere ist ein wichtiges Maß für die dauerhafte Qualität des Kapitalanlageportfolios.
Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr
Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres konnten die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen im selbst abgeschlossenen Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft um erfreuliche 1,4% gesteigert werden. Bei der Westfälischen Provinzial betrug die Beitragssteigerung sogar 2,4%. Auch in der Lebensversicherung ist ein erfreuliches Neugeschäft (+ 1,2%) zu verzeichnen. Hier zogen bisher insbesondere die Einmalbeiträge mit 32,7% deutlich an.
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Westfälische Provinzial wächst erneut über Marktdurchschnitt
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