Kunst und Kulturgüter angemessen schützen |
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Experten erläutern praxisorientierte Sicherungskonzepte
Münster, 8. Oktober 2010. Am Dienstag, 6. Oktober, folgten mehr als 100 Mitarbeiter von Museen und Archiven, des kommunalen Gebäudemanagements und private Sammler der Einladung der Westfälischen Provinzial Versicherung ins Kloster Bentlage. Hochkarätige Referenten berichteten über die ‚Sicherung von Museen, Ausstellungen und Archiven’.

Dr. Mechthild Beilmann-Schöner, Leiterin der städtischen Museen Rheine, erzählte in ihrem Grußwort vom Sicherheitskonzept des Klosters, das in enger Zusammenarbeit mit der Provinzial erstellt wurde. Ralf Mertens, Schadenverhütungsexperte bei der Provinzial, betonte, dass die kontinuierliche Beratung der Museen von hoher Priorität sei. In seinen Erläuterungen über Sicherungskonzepte und -anforderungen aus Sicht eines Sachversicherers wies er zudem auf das Spannungsfeld zwischen einem Höchstmaß an Sicherheit und akzeptablen Kosten hin.
Dass die Risiken, denen Kunst- und Kulturgüter ausgesetzt sind, vielfältig sind, wurde in den Fachvorträgen, unter anderem vom Technischen Leiter der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Michael John, deutlich. Neben Naturgewalten, Feuer und Einbruch ist auch Vandalismus eine große Gefahr, die im Sicherungskonzept berücksichtigt werden muss. Die Referenten erläuterten, wie optimale Konzepte aussehen und Museen sowie Ausstellungen versichert werden. Vor allem seien eine detaillierte Risikoanalyse und eine umfangreiche Notfallplanung unumgänglich. „Mit den richtigen Konzepten ist eine Symbiose zwischen Kunstgenuss und notwendiger, exzellenter Sicherung möglich“, betonte Mertens. Sicherungen können so installiert werden, dass sie den Betrachter der Kunst nicht stören.
Bei einem abschließenden Rundgang durch die Klosteranlagen konnten sich die Gäste ein Bild von dem Sicherheitskonzept des Klosters machen. Nebenbei blieb viel Raum für einen intensiven Erfahrungsaustausch. „Die sehr positive Resonanz und die anregenden Diskussionen zeigen uns, dass wir unseren Gästen die unterschiedlichen Facetten der Schadenverhütung nahe bringen konnten“, freut sich Annette Bockhorst, Schadenverhütungsexpertin bei der Provinzial.
Ein kleiner Beitrag zum Umweltschutz
Im Rahmen des Symposiums überreichte Annette Bockhorst dem LWL-Museumsamt für Westfalen eine Wärmebildkamera. „Unser Ziel ist es, die Museen so ressourcenschonend wie möglich zu betreiben. Wir freuen uns, dass uns die Provinzial hierbei und somit beim Umweltschutz durch die Wärmebildkamera unterstützt “, betonte Stephan Brunnert, LWL-Museumsamt, der die Kamera entgegennahm.
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