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Elektroroller in Deutschland zugelassen –
Das sollten Sie wissen!

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Der Bundesrat hat entschieden: Die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) ist beschlossen und E-Scooter können damit in Deutschland zugelassen werden. Die elektrischen Tretroller sind ein praktisches Vehikel, um durch überfüllte Städte und den Straßenverkehr zu flitzen. Auch im Sinne des Umweltschutzes – Stichwort „friday for future“ – macht es Sinn, das Auto öfter stehen zu lassen und stattdessen zum abgasfreien Elektroroller zu greifen. Da die elektrischen Flitzer im Vergleich zum klassischen Tretroller flott unterwegs sind, gilt es einiges zu beachten, bevor man mit einem E-Scooter auf deutschen Straßen unterwegs sein darf.
Gerade in Städten sind die Roller für kurze Strecken praktisch – als Alternative zum Auto, Rad und zum öffentlichen Nahverkehr. Ideal ist natürlich auch die Kombination der verschiedenen Fortbewegungsmittel. Viele nutzen die Elektroroller für die „letzte Meile“, also den Weg von der Bushaltestelle, der U- oder S-Bahn nach Hause oder ins Büro. Die Elektroroller sind handlich und meist sogar klappbar. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass wer seinen Scooter mit in die U-Bahn oder S-Bahn nehmen will, hierfür teilweise eine zusätzliche Fahrkarte lösen muss.
E-Scooter liegen voll im Trend. Doch nicht jeder am Markt erhältliche Elektroroller darf im deutschen Straßenverkehr fahren und erhält eine Straßenzulassung. In der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) sind die offiziellen Vorgaben geregelt, die für die Zulassung eines Scooters erfüllt werden müssen. So gilt für E-Roller eine Höchstgeschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde. Nur wenn der E-Tretroller die Vorgaben der neuen Verordnung erfüllt, erteilt das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die Allgemeine Betriebserlaubnis. Die Hersteller der elektrischen Roller haben für ihre Modelle bei der KBA entsprechende Anfragen gestellt und warten jetzt auf grünes Licht der Behörde und die erforderliche Straßenzulassung.
In Deutschland greift für die Zulassung der elektrischen Tretroller die „Fahrzeugklasse der Elektro­kleinstfahrzeuge“. Bereits ab einer Geschwindigkeit von 6 km /h gelten Elektroroller als Kraftfahrzeug und sind damit versicherungspflichtig. Wichtig zu wissen: Die private Haftpflichtversicherung greift nicht für die Scooter. Vergleichbar mit dem Mofa oder Moped ist für die Elektroroller eine Versicherungsplakette vorgeschrieben. Die E-Scooter-Versicherung wird jeweils für ein Jahr abgeschlossen und muss bei Bedarf jährlich aktualisiert werden.

Schnell und lautlos – so fahren die Elektroscooter bald durch deutsche Städte. Der Gehweg ist für E-Roller allerdings tabu. Stattdessen darf mit den Rollern auf Radwegen oder der Straße gefahren werden, falls kein Radweg vorhanden ist. Eine Helmpflicht besteht nicht. Durch die beachtliche Geschwindigkeit von bis 20 km /h kann es bei Unfällen allerdings zu schweren Verletzungen kommen, weshalb es sinnvoll ist, einen Helm zu tragen. Damit die Fahrer trotzdem sicher im Straßenverkehr unterwegs sind, gelten ein paar Vorschriften: Die beiden Bremsen am Roller müssen unabhängig voneinander funktionieren und der E-Roller muss ein Vorder- und Rücklicht haben. Zusätzlichen Schutz gewährleisten seitlich angebrachte Reflektoren und eine Klingel.
Eine wichtige Frage, denn ganz günstig ist die Anschaffung eines E-Rollers nicht. Kostentreiber hierbei sind die teuren Akkus (beispielsweise Lithium-Akku, Blei-Gel-Akku). Höhere Watt-Leistung und längere Reichweite kosten meist auch mehr. Wer ausprobieren möchte, ob ihm das Fahren mit den Elektrorollern liegt und Spaß daran findet, kann sich mittlerweile in vielen deutschen Großstädten einen E-Roller leihen.
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Checkliste: Wichtige Infos rund um E-Scooter und deren Zulassung in Deutschland

  • Straßenzulassung: Elektroscooter ab 6 km /h bis 20 km /h, wenn die Vorgaben der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) erfüllt werden.
  • Watt: Für Elektroroller liegt die Leistungsgrenze bei 500 Watt. Mit 1.400 Watt liegt die Leistung für selbstbalancierende Fahrzeuge deutlich höher.
  • Straßenverkehrsordnung: Gehweg, Radweg oder Straße? Der Bürgersteig gehört den Fußgängern. E-Roller dürfen auf dem Radweg oder – falls kein Radweg vorhanden ist – auch auf der Straße fahren. Grundsätzlich unterliegen Elektro-Tretroller der Straßenverkehrsordnung.
  • Mindestalter: Tatsächlich, das Mindestalter liegt für E-Scooter mit bis zu 12 km /h bei 12 Jahren und für Roller bis zu 20 km /h bei 14 Jahren.
  • Helmpflicht: Keine! Allerdings ist die Unfallgefahr nicht zu unterschätzen und ein Helm daher sinnvoll.
  • Alkohol und Roller: Es gilt die 0,5 Promille-Grenze. Allerdings: Für Auto-Fahranfänger liegt die Grenze auch auf Elektrorollern bei 0.
  • Versicherungspflicht: Ja! Um mit den elektrischen Rollern in Deutschland fahren zu dürfen, ist der Erwerb einer Versicherungsplakette Pflicht. Die Versicherung wird für ein Jahr abgeschlossen und muss jährlich erneuert werden.
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